1972 in Sliven/Bulgarien geboren, erhielt ich mit sechs Jahren meinen ersten Geigenunterricht in Sofia. Schon in der Grundschule in einer Spezialisationsklasse/Violine, ging ich ab meinem 13.Lebensjahr bis zum Abitur in das L.Pipkov-Musikkonservatorium Sofia.
Seit 1994 lebe ich in Deutschland. Nach meinem Studium an der Musikhochschule Nürnberg (Violine 1995-1999. Lehrer u.a. Valerie Rubin und Prof. Hans-Peter Hofmann) zog ich nach Gießen. Bis dahin habe ich mir ein großes Repertoire an Violinliteratur erarbeitet. Schon im Studium und auch danach konzertierte ich solistisch, im Quartett sowie in verschiedenen Orchestern in ganz Deutschland (z.B. Philharmonie der Nationen- Justus Franz in Köln, Hamburg). Mein Studium habe ich v.a. durch Violinunterricht im Lorenz-Musikinstitut Nürnberg finanziert und gemerkt, dass mir das Unterrichten sehr liegt und mir große Freude macht.
Von 2000-2002 war ich im Stadttheater als Geiger angestellt (Orchester, Kammer- und Bühnenmusik). Da mein Hauptinteresse und meine Liebe vor allem im Unterrichten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen liegt, habe ich die Laufbahn als Orchestermusiker nicht weiterverfolgt. Ich bin seit nunmehr 20 Jahren Geigenlehrer, leite Streicherensembles und Schülerorchester. Viele meiner Schüler und Schülerinnen haben erfolgreich bei „Jugend musiziert“ teilgenommen.
Seit meinem Violoncello-Studium an der Musikhochschule Frankfurt/M. ist das Unterrichten neben dem regelmäßigen Konzertieren ein wesentlicher Schwerpunkt meiner beruflichen Tätigkeit, dem ich mich aus Überzeugung und mit Leidenschaft widme.
Für Anfänger und Fortgeschrittene aller Altersstufen gestalte ich den Cellounterricht stets engagiert und den jeweiligen individuellen Erfordernissen angepasst, sodass Lernfortschritte zügig erkennbar werden und zu weiteren Zielen motivieren. Die strukturierte Vermittlung von spieltechnischen Fertigkeiten am Instrument und die Freude am Musizieren sind mir dabei neben einer angenehmen Unterrichtsatmosphäre gleichbedeutend wichtig.
Jiyeon Shin-Tolksdorff wurde in Suwon/Südkorea geboren und kam im Alter von sechzehn Jahren nach Deutschland, wo sie bei Gerhard Peters an der Musikhochschule Köln studierte und ihr Instrumental- und Pädagogikstudium abschloss.
Seit 2007 ist sie Mitglied im Philharmonischen Orchester des Stadttheaters Gießen. Durch den Kontakt mit der Opernmusik des Barock wurde ihr Interesse an der historischen Interpretationspraxis geweckt und seit 2013 setzte sie ihre Ausbildung mit dem Studium der Barockgeige bei Swantje Hoffmann und bei Petra Müllejahns an der Musikhochschule Frankfurt fort. Neben ihrer Orchestertätigkeit stellt die Kammermusik in verschiedenen Besetzungen mit historischem und modernen Instrumentarium einen weiteren Schwerpunkt dar.
Ausbildung Ruta Belzakaite-Birkofer begann mit 6 Jahren am Musikgymnasium Kaunas in Litauen Geige zu spielen. Sie liebte die Auftritte und das gemeinsame Musizieren in dem Schulorchester und nahm erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben für Kinder und Jugendliche teil. Anschließend entschied sie sich für ein Musikstudium am Konservatorium. Während des Studiums spielte sie im Orchester des Musiktheaters in der Stadt Kaunas und unterrichtete ihre ersten Geigenschüler. Sie schloß das Studium mit der Prüfung zur „Staatl. geprüften Musiklehrerin“ ab. Weitere folgende musikalische Stationen waren Meister Kurse an der Musikakademie in Vilnius bei Prof. V. Urba und Prof. I. Armonaite.
Unterricht Seit 1995 lebt Ruta Belzakaite-Birkofer in Deutschland und unterrichtet an verschiedenen Musikschulen. Sie arbeitet gerne im Einzel- sowie im Gruppenunterricht mit Kindern in allen Altersstufen. Weiterhin unterrichtet sie auch sehr gerne erwachsene Wiedereinsteiger. Sie freut sich daran, die musikalische Entwicklung ihrer Schüler über lange zu Zeit zu begleiten und zu prägen.
Praxis Ruta Belzakaite-Birkofer spielt seit mehreren Jahren in der Kammerphilharmonie Bad Nauheim. Das Orchester gibt mehrere Konzerte im Jahr, größtenteils im Rhein-Main-Gebiet. Verschiedene Konzerttourneen haben sie mit dem Orchester bis nach Griechenland sowie China geführt.
Georgi Kalaidjiev wurde 1947 in Sliven /Bulgarien als Sohn einer Musikerfarnilie geboren. Im Alter von fünf Jahren bekam er seinen ersten Geigenunterricht vom Vater, besuchte dann die Musikschule, das Konservatorium in Burgas und war Stipendiat der Musikhochschule in Sofia, bei Professor Bojan Letschev, einem Schüler von David Oistrach. Bereits während seiner Zeit an der Hochschule zeigt sich seine besondere Liebe zur Kammermusik, was zur Gründung eines Streichquartettes führte. Dieses Quartett wurde zu weiterführenden Studien an die Ferenc-Liszt-Hochschule zu Professor Welmosch Tatrai, Leiter des Bartok Seminars, nach Budapest entsandt. Auf Grund seiner hervorragenden Leistung wird er 1973 als Konzertmeister in das international bekannte Kammerorchester „Sofioter Solisten“ berufen. Mit dem renommierten Orchester bereist er zahlreiche Länder der Welt, spielt unter anderem in Australien, Japan, China, Sri-Lanka, in der UdssR, Hongkong, Singapur, in den USA, in Südamerika, Deutschland und in der Schweiz. Regelmäßig spielte er in dieser Zeit mit den „Sofioter Solisten“ auf den Eröffnungskonzerten der Bayreuther und Salzburger Festspiele, zusammen mit Thomas Brandis, dem 2. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker und Sascha Gavrilov, Professor an der Hochschule Köln. In der Folge entstehen viele Funk und Fernsehaufnahmen, sowie Schallplatten und CD Produktionen, die von seiner bemerkenswerten Schaffenskraft und Virtuosität zeugen. Während dieser Zeit trifft er mit international bekannte Größen wie Henrich Schering, Nigel Kennedy und dem russischen Virtuosen Spivakov zusammen. Es kommt zu einem persönlichen Kontakt mit Izhak Periman in den USA. Ennio Morricone, mit dem das Orchester lange Jahre Filmmusiken in Italien und Bulgarien einspielte, widmete dem Orchester ein Stück. 1993 geht er nach Deutschland, hier wird er Mitglied der Gießener Philharmoniker und gründet die Kammermusikformation „Studio Konzertante“. Unter anderem leitet er das Kammerorchester „Collegiurn Musicum“ in Stadtallendorf und ist Mitglied des Ensembles „Escarmouche“, das sich auch der Musik seiner Heimat widmet. Es folgen Konzerte mit Leon Spierer, Konzertmeister der Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan. Seine Geigenschule basiert auf den Erfahrungen der bulgarischen und russischen Schule. Es zeigen sich aber auch Einflüsse der Methode von Professor Suzuki, der ihm seine Methode während eines Japanaufenthaltes persönlich präsentierte. Des weiteren fließen auch die Erfahrungen einer nunmehr 20jährigen Unterrichtstätigkeit sowie praktische Erfahrungen als Konzertmeister und Orchestermusiker, in das Lehrwerk ein. Die Erlebnisse seiner Konzertreisen mit den Sofioter Solisten durch die ganze Welt finden ihren Ausdruck in der Rahmenhandlung seines Lehrwerks. Hier bereisen die vier Freunde Delphin, Affe, Ente und Giraffe die Welt und erleben die Kulturen in der Weise, wie sie derAutor damals selbst erlebt hatte. Wichtig für Kalaidjev war stets der sensible Umgang mit den Kindern, das Eingehen auf ihre Wünsche, ohne auf ein klares Konzept verzichten zu müssen. Auf diesem Wege vermochte er es stets Kinder für das Geigenspiel zu begeistern.