Zum Hauptinhalt springen
21.06.2026

Musikschule Gießen spielt drei Rocky-Hits zum 50. Filmjubiläum (Gießener Anzeiger)

Beeindruckendes Zusammenspiel: Das Horn-Ensemble und die Rock-’n’-Roll-Band stimmen gleich drei Titel aus den legendären „Rocky“-Filmen an. © Thomas Wißner, Leihgestern/Thomas Wißner, Leihgestern

Von: Thomas Wißner

Fast 150 Kinder und Jugendliche traten beim Musikalischen Sommer auf dem Schiffenberg auf. Die Horn-Ensembles spielten mit einer Rock-’n‘-Roll-Band „Gonna Fly Now“, „Eye of the Tiger“ und „The Final Bell“.

Gießen – Von „Schwingende Saiten“ über „Schöne Stimmen“ bis hin zu „Alles Gebläse“ und einem Open-Air-Schlussakkord zum goldenen Filmjubiläum von „Rocky“ – die Palette der fast 150 Kinder und Jugendlichen der Musikschule Gießen war vielfältig. Traditionell bestreitet die städtische Einrichtung während des Musikalischen Sommers auf dem Schiffenberg ein umfangreiches Konzert. 16 Lehrkräfte hatten mit den Schülerinnen und Schülern sowie den Ensembles die Auftritte vorbereitet, die sowohl in der Basilika als auch auf der Bühne im Klosterhof stattfanden.

Begeistern mit bekannten Kinderliedern: „Die Streichhölzer“ unter Leitung von Katja Marauhn. © Thomas Wißner, Leihgestern/Thomas Wißner, Leihgestern

Fulminant war das Zusammenspiel der beiden Horn-Ensembles mit Mittelhessens größter Rock-’n’-Roll-Band bei „Musikschule Goes Pop“. Gleich drei Titel von Bill Conti aus den legendären „Rocky“-Filmen mit Sylvester Stallone ertönten zum 50-jährigen Filmjubiläum. Ein wichtiger Bestandteil der berühmten Titelmelodie „Gonna Fly Now“ sind die Blechbläser, besonders die Hörner. Dadurch bekommt sie ihren kraftvollen und strahlenden Klang. Mit „Eye of the Tiger“ und „The Final Bell“ gab es noch zwei weitere „Rocky“-Hits, ehe die Band alleine loslegte.

Über mehr als fünf Stunden hinweg unternahmen die Schülerinnen und Schüler einen musikalischen Streifzug durch mehrere Jahrhunderte und nahezu alle Stilrichtungen. Von Barock und Klassik über Volkslieder, Chormusik und Filmmelodien bis zur Popmusik präsentierte der Nachwuchs eindrucksvoll die große Bandbreite und hohe Leistungsfähigkeit. Den Auftakt gestaltete das Kammerorchester (Leitung Martin Gärtner) mit Sätzen aus der „Wassermusik“ von Georg Friedrich Händel. Nach diesem festlichen Einstieg waren es die von Katja Marauhn geleiteten „Streichhölzer“, die mit bekannten Kinderliedern wie „Mary Had a Little Lamb“, „Twinkle, Twinkle Little Star“ und „Old McDonald“ begeisterten. Gemeinsam mit dem Streicherkreis aus der Kooperation mit der Liebigschule sowie dem Streicherspielkreis der Musikschule zeigten die jungen Musiker mit Polkas, Tänzen und kleinen Konzertstücken eindrucksvoll ihre Fortschritte. Auch die Gitarrengruppen boten ein abwechslungsreiches Programm. Der Gitarrenkreis sorgte in Kooperation mit der Liebigschule (Leitung Thomas Bernsdorf) mit einem eigens arrangierten Medley aus Kindersendungen für hohe Wiedererkennung. Das Gitarrenkreis-Ensemble (Knut Kramer und Arne Kür) spannte den Bogen von einer barocken „Sarabande“ von Johann Joseph Fux bis zum Pop-Klassiker „Every Breath You Take“ von Sting und The Police. Die Erwachsenengruppe unter Joachim Hausdörfer überzeugte mit südamerikanischen Klängen und modernen Kompositionen.

Unter dem Motto „Schöne Stimmen“, allesamt unter der Leitung von Gabriela Tasnadi, standen anschließend die Chöre im Mittelpunkt. Der Kinderchor präsentierte mit viel Schwung und Spielfreude Lieder über Schokolade, Obstsalat, das Weltall und einen Spinnwebenboogie. Das Frauenensemble „Fermata“ gefiel unter anderem mit traditionellen Folksongs, der Beatles-Ballade „Let It Be“, Michael Jacksons „I‘ll Be There“ und dem ABBA-Hit „Thank You For the Music“. Der Seniorenchor bewies mit Titeln wie „Kriminal-Tango“, „Mamma Mia“, „Regenbogenfarben“ und „Mein kleiner grüner Kaktus“, dass Chormusik keine Frage des Alters ist.

Den dritten Konzertblock „Alles Gebläse“ eröffnete der von Cathrin Wenzel geleitete Bläserkreis – ebenfalls in Kooperation mit der Liebigschule – mit „The Medaillon Calls“ aus „Fluch der Karibik“. Es folgten die „Flotten Flöten“ unter Susanne Oehler und Regina Wendt mit irischen Melodien, ein Klarinettenquartett unter Jan Kleinschmidt mit Werken von Joseph Haydn sowie ein ebenfalls von Oehler und Wendt geleitetes Flötenquartett mit Höhepunkten aus „Mary Poppins“. Für besondere Klangfarben sorgten die Horn-Ensembles (Leitung Álvaro Artuñedo). Das Repertoire reichte von „Ein Männlein steht im Walde“ über Schuberts „Lindenbaum“ bis zu „Salvum Fac“ von Anton Bruckner und „La chasse“ von Nikolai Tscherepnin.