Mit Spielfreude und Schwung

GIESSEN (cz). Welch' ein Auftakt: Zum Start in die neue Saison konnte die Musikschule Gießen gleich mit einem echten musikalischen Kleinod aufwarten. Das Wetzlarer Klezmer-Trio "Mazel Tov" präsentierte am Samstagabend im Hermann-Levi-Saal des Rathauses eine vergnügliche Auswahl an Stücken.
"Mazel Tov" - der Name ist Programm für das Klezmer-Trio aus Wetzlar. "Mazel Tov" - das heißt "Viel Glück" - war auch für dieses Konzert das Leitmotiv. So startete das Trio mit eben diesem Stück "Mazel Tov" von Florian Dohmann und beendete das Konzert mit einer weiteren Bearbeitung der Komposition als zweite Zugabe. Denn eigentlich mochte das Publikum das Trio nach einer Stunde noch gar nicht von der Bühne lassen, so mitgerissen war es von der Spielfreude und dem Schwung der einzelnen Stücke, die der Leiter Jörn Martens ausgesucht hatte.
 
 
Klezmermusik hat sich in den jüngsten Jahrzehnten zu einer eigenständigen Gattung entwickelt, deren Ursprünge in der jüdischen Folklore Osteuropas liegen. Traditionell auf Festen und Hochzeiten gespielt, sind die Lieder mal heiter, mal schwermütig, aber immer mit einer tragenden Melodie versehen und laden eigentlich zum Tanzen ein. Die Besetzungen können dabei höchst unterschiedlich sein: Das Trio "Mazel Tov" besteht aus einer Gitarre (Christian Krieger), einer Bassgitarre (Jörn Martens) und einer Klarinette, gespielt und hervorragend in Szene gesetzt von Anna Matzen. Zu Recht war Matzen 2018 Preisträgerin des Wettbewerbs "Jugend musiziert" in ihrer Kategorie. Souverän dominierte ihr Klarinettenspiel als Melodienträger die sorgsam ausgesuchten Stücke von Florian Dohrmann, Jerry Bock, Helmut Eisel; wobei der Fokus des Konzerts auf Stücken des bekannten Klarinettisten und Klezmermusikers David Orlowsky lag. Seine kleinen, sehr kreativen Werke, deren Hauptakzent auf der Klarinette liegen, waren für Anna Matzen wie geschaffen. Und so konnte sie ihre musikalische Bandbreite voll unter Beweis stellen: mal ruhig, mal typisch für diese Gattung wehmütig-schluchzend: Sie holte alles aus ihrem Instrument heraus, immer taktvoll begleitet von der Gitarre und der Bassgitarre - die jeweiligen Übergänge und Abstimmungen harmonierten rundum.
Dieser Auftakt ermutigt: Der Saal war mit den zugelassenen 50 Personen komplett ausgebucht. Die vorherige Anmeldung über eine angegebene E-Mail-Adresse funktionierte problemlos. Allerdings war dementsprechend für spontane Konzertbecher kein Platz mehr vorhanden. "Die Leute sind einfach dankbar, etwas live zu hören und zu erleben. Das ist doch etwas anderes als digital. Wir werden für die Saison Konzerte im Rahmen der aktuellen behördlichen Vorgaben anbieten", sagte Katja Marauhn, Leiterin der kommunalen Musikschule Gießen.
Hier ist Kreativität gefragt. So werden die Konzerte eher kleinformatig und kürzer sein, oder sie werden geteilt, um den jeweiligen Hygienevorschriften zu genügen. "Das haben wir im Blick und hoffen, dass wir die Veranstaltungen auch durchführen können, denn die Resonanz auf die Angebote ist wirklich sehr gut."

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