Ein Konzert als Generalprobe: Gießener Musikschüler zeigten im Pfarrsaal von Sankt Thomas Morus ihr Können. Foto: Handrack

Schülerkonzert als Generalprobe für "Jugend musiziert" an diesem Wochenende (Gießener Anzeiger)

vom 07.02.2019

Im Pfarrsaal der Gemeinde Sankt Thomas Morus präsentierten die Mitglieder der Musikschule Gießen ein buntes Programm vom Barock bis zur Moderne (rfi)

GIESSEN - Als Generalprobe für den Regionalwettbewerb von "Jugend musiziert" an diesem Wochenende im Institut der Musikwissenschaft und Musikpädagogik (Phil. II, Haus D) an der Universität Gießen fand im Pfarrsaal der Gemeinde Sankt Thomas Morus am Donnerstagabend ein Schülerkonzert der Musikschule Gießen statt. Dabei präsentierten die Teilnehmer ein buntes Programm vom Barock bis zur Moderne.

Zu Beginn spielten Diana Christina Iancu (Violine) und Irina Schwan (Klavier) Willem de Feschs Sonate G-Dur. Das barocke Werk mit seiner schönen Melodie ertönte mit guter Phrasierung. Höhepunkt war die tänzerisch-beschwingte "Allemanda". Dieselben jungen Musiker interpretierten anschließend Charles Danclas "Barcarolle". Michael Sommer (Violine) und Irina Schwan (Klavier) machten Franz Bendas klassische Sonate zu einem wahren Hörgenuss. Carl Bohms "Perpetuum mobile" meisterten die Schüler mit Musizierwitz und Spielfreude. Alfredo D'Ambrosios "Canzonetta" erklang in guter Klangverschmelzung. Michael Sommer ließ die breit ausschwingende Melodie atmen.

Der gute Eindruck setzte sich mit Georg Philipp Telemanns Sonate für Violine und Klavier fort. In der Wiedergabe durch Levi Schaal (Geige) und Olga Chachalina (Klavier) wurde besonders das engmaschige Netz motivischer Beziehungen deutlich, das der Komponist knüpft. Ein Höhepunkt des Abends war dann Dimitri Kabalewskis Violinkonzert. Harte Dissonanzen und ein pulsierender Rhythmus setzten ausdrucksstarke Klangakzente.

Nach der Pause musizierten Magdalena Gärtner ( Querflöte) und Katrin Krimker (Klavier) mit sichtlicher Spielfreude Gaetano Donizettis Sonate F-Dur. Dabei gestalteten die Musikerinnen das kantable Hauptthema lyrisch und zugleich expressiv. Johann Sebastian Bachs dritte Cellosuite ist ein Höhepunkt der Celloliteratur. Jessye Matejec spielte sie voller Gefühl und Emphase.

Abschließend musizierten die Geigerin Cynthia Bullerjahn, die Cellistin Sophia Krastev und die Pianistin Anna-Maria Iancu den Kopfsatz aus Ludwig van Beethovens Klaviertrio D-Dur op.70 Nr.1. Das zwischen dramatischer Geste und lyrischer Kantabilität schwankende Werk brachten die Künstlerinnen gut zur Geltung. Am Ende belohnte reicher Beifall die jungen Talente.