Eloise wird von der Königin verabschiedet - und muss im MĂ€rchenwald einen dunklen Zauber lösen und ihre BrĂŒder retten. (Foto: Friese)

MusikmÀrchen mit Happy End (Giessener Anzeiger)

vom 20.03.2018

OPER Erfolgreiche Produktion des Kinder- und Jugendchores des Stadttheaters in Zusammenarbeit mit der Musikschule im taT

GIESSEN - Ein buntes musikalisches MĂ€rchen mit einem Königspaar und einer Prinzessin, fĂŒnf Prinzen und einer Schar von Elfen und Vampiren. Blitz und Donner durften da nicht fehlen und zum Happy End beleuchtete ein kleines Feuerwerk die Szene. Tolle SĂ€ngerinnen und SĂ€nger waren zu hören, hinter der durchscheinenden Kulisse zudem 17 begabte junge Musiker. Die Rede ist von der Oper "Eloise", die unter der musikalischen Leitung von Martin GĂ€rtner mit Akteuren des Kinder- und Jugendchores des Stadttheaters sowie der Musikschule Gießen auf der taT-StudiobĂŒhne seine doppelte Premiere feierte.

Stefanie Kuhlmann fĂŒhrte flott und einfĂŒhlsam Regie, die fantasievolle BĂŒhne und die witzigen KostĂŒme hatte Thomas Döll entworfen und die gelungene Einstudierung des Orchesters Musikschulleiterin Katja Marauhn ĂŒbernommen. Das Publikum war begeistert und spendete minutenlang Applaus.

Ein großes Fest eröffnet das Geschehen auf der BĂŒhne. Dem Königspaar ist eine Prinzessin geboren, alle freuen sich und feiern mit. Die graziösen Feen versetzen mit Gesang und Tanz alle in eine traumhafte Stimmung. Doch die Freude ist trĂŒgerisch: Die Königin hatte sich sehnlichst ein Töchterchen gewĂŒnscht und deshalb der bösen Hexe Volhek ihre Söhne im Tausch versprochen. Schon bei der Taufe erscheint die dunkel geschminkte Hexe, auf den Lippen eine kleine triumphierende Arie, entfĂŒhrt mit Hilfe ihrer Vampirschar die Prinzen und verwandelt sie in SchwĂ€ne. Kann Eloise den dunklen Zauber lösen und ihre BrĂŒder retten? Kaum ist sie zu einem jungen MĂ€dchen herangewachsen, macht sie sich im dunklen Wald auf die Suche, die guten Feen kommen ihr in grĂ¶ĂŸter Not zu Hilfe.

Der walisische Komponist Karl Jenkins, der auch in verschiedenen Rock- und Popbands spielte, schuf diese kleine Jugendoper 1997 nach dem MĂ€rchenklassiker "Die wilden SchwĂ€ne" von Hans Christian Andersen. Eine spannende Handlung und eingĂ€ngige Melodien, gewiss nicht immer einfach zu singen, zeichnen dieses Werk aus. Etwas ganz Besonderes war die Besetzung der SchwĂ€ne: FĂŒnf reine Knabenstimmen hoben sich deutlich von der großen Zahl der jungen MĂ€dchen ringsum ab (wobei deren gesangliche QualitĂ€ten keinesfalls geschmĂ€lert werden sollen). Mutig von den Jungs, diesen Solopart zu ĂŒbernehmen und so viele Emotionen hineinzulegen.

Doppelt besetzte Solopartien

Zur Premiere gab es zwei AuffĂŒhrungen um 15 und um 18 Uhr, die Solopartien waren doppelt besetzt. Martin GĂ€rtner war wieder einmal das KunststĂŒck geglĂŒckt, eine ganze Gruppe von Jugendlichen zu motivieren und in einer gelungenen AuffĂŒhrung zusammenzufĂŒhren. Spaß an der musikalischen Unternehmung hatten alle Beteiligten, das war am Ende des StĂŒcks an den strahlenden Gesichtern unschwer zu erkennen.

Die Mitwirkenden: Eloise: (Malena Hoffmann/Lina Bommersheim), Amme (Stella Hiestermann/Louisa Merz), Volhek: (Hanna Diegel/Cara Benner), Königin: (Lilly Stahl/Maja Gandenberger), König: (Runa Niedecken/Jennifer Schröder). FĂŒnf Prinzen: (Jonas Harbach, Jakob Hildbrand, Achim Ströde, Kilian Volk, Rolf Konrad Westermann). Feenchor: Evelina Aselbor, Viviane Friege, Maria-HelĂ©n GĂ€rtner, Maja Gandenberger, Lilly Stahl , Paula Meinertz, Louisa Merz, Stella Hiestermann Inga Ströde, Lilly Julia Bayer, Lina Wendrich, Josi Kurz. Vampirchor: Lina Bommersheim/ Malena Hoffmann, Hanna Diegel/Cara Benner, Magda-Lena GĂ€rtner, Hannah KagouĂ© NgalĂ©, Runa Niedecken/ Jennifer Schröder, Laura Zmijewska, Eyleen Grisar, Katharina Hendel und Mia Ihle. Orchester der Musikschule Gießen: Cynthia Bullerjahn, Judith Gödicke, Franca Heerz, Noah Indra, Evelyn Janetzky, Alexander Krastev, Sophia Krastev, Fabian Leuning, Sophie Mackel, Jessye Matejec, Sophia Moos, Simon Mulch, Liam Picker, Levi Schaal, Merle Schneider, Martha Weidner und Margarethe Wörner.

Die nÀchsten Vorstellungen gibt es am 15. April um 15 und 18 Uhr.