Die Gesangsklasse von Gabriela Tasnadi stellte sich mit Liedern der Romantik vor. (Foto: Czernek)

Junge Talente auf FlĂĽgeln des Gesangs (Giessener Anzeiger)

vom 26.06.2013

GESANGSKLASSE TASNADI Stimmungsvoller romantischer Liederabend mit Werken von Schubert, Schumann und Mendelssohn

GIESSEN - (cz). Einen Abend, der sich ganz der Romatik verschrieben hatte, präsentierte die Gesangsklasse der Gesangspädagogin Gabriela Tasnadi im Konzertsaal des Rathauses. Unter dem Motto „Auf den Flügeln des Gesanges – Schubert trifft Schumann und Mendelssohn“ hatte sie ein anspruchsvolles Programm mit ihren Schülern erarbeitet. Denis Achenbach (Bass-Bariton), Erwin Bähr, (Bariton), Michael Higgs (Tenor), Ludwig Vordemfelde (Bass) und Henning Wolpers (Bass) begaben sich auf einen Streifzug durch die „Winterreise“ op. 89 von Franz Schubert, ergänzt mit weiteren Schubert-Liedern. Anna Kohaut, Yvonne Schönfeld und Anja Braschoß ergänzten den Schubert-Reigen durch Lieder von Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Besonders hervorstechend war die Interpretation des Liedes „Der Tod und das Mädchen“, dem Henning Wolpers mit seinem enormen Bass besonderen Tiefgang verlieh, zumal es für ihn der erste öffentliche Auftritt als Solist war. Doch auch die anderen Künstler standen ihm in nichts nach, war es doch auch für Ludwig Vordemfelde und Erwin Bähr ihr Debüt als Solisten, während die weiteren Sänger bereits über Konzerterfahrung verfügen und sogar teilweise Auszeichnungen im Rahmen von „Jugend musiziert“ erhalten haben.

Anna Kohaut, Preisträgerin von „Jugend musiziert“, beeindruckte mit dem Zyklus „Frauenliebe und Leben“ von Robert Schumann. In knapp 20 Minuten besingt sie das Leben und die Liebe einer jungen Frau, Ehefrau, Mutter und Witwe. Das beschwingte Duett von Yvonne Schönfeld und Anja Braschoß (sechs zweistimmige Lieder von Mendelsohn Bartholdy) beschloss den höchst eindrucksvoll gestalteten Abend.

Gut ein halbes Jahr hatten die Schüler das Programm erarbeitet, berichtete deren Lehrerin Tasnadi, die immer wieder gerne neue Schüler zum Ausprobieren ihrer eigenen Stimme anregen möchte. Hermann Wilhelmi setzte mit seiner Klavierbegleitung die passenden Akzente und unterstützte die Talente sanft.