Der Nitzan-Chor bei der Zugabe ÔÇ×Hava nagilaÔÇť. Foto: Czernek

Glockenreine Stimmen aus Netanya

vom 02.09.2010

Nitzan-Chor aus Gie├čener Partnerstadt entz├╝ckt Publikum - Gemeinsames Konzert mit Musikschule (Gie├čener Anzeiger)

GIESSEN (cz). Musik ist eine Sprache, die Br├╝cken baut: Dies stellte das gemeinsame Konzert der Ch├Âre der beiden kommunalen Musikschulen aus Gie├čen und Netanya eindrucksvoll dar. Vor einem fast voll besetzten Konzertsaal unterstrichen zu Beginn alle Mitwirkenden ihre musikalische Gemeinsamkeiten im Vortrag von Mozarts ÔÇ×Ave VerumsÔÇť und Bellinis ÔÇ×Angiol di PaceÔÇť. 

Der Jugend- und Erwachsenenchor der Gastgeber bot ein Potpourri aus mitrei├čenden Melodien, deren besondere H├Âhepunkte die Solieinlagen waren. Katharina Sahmland und Jessica Kaczmarczyk lie├čen das Publikum bei Rossinis Arie ÔÇ×La carit├áÔÇť aufhorchen, und das von Maximilian Classen, Filiz Altincilic und Katharina Sahmland gebildete Terzett sang die Arien ÔÇ×Luci care, luci belleÔÇť und ÔÇ×Pi├╣ non si tr├▓vanoÔÇť sehr gef├╝hlvoll. Charmant leitete Gabriele Tasnadi den Chor. 

Den musikalischen Schwerpunkt bildete allerdings der Nitzan-Chor aus Netanya, der Partnerstadt Gie├čens. Dieser Chor ist eine Klasse f├╝r sich. Die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren hatten sich intensiv auf ihre Konzerte in Gie├čen und Umgebung vorbereitet. Trotz Sommerferien ├╝bten sie fast t├Ąglich etwa vier Stunden, verriet Katja Marauhn, Leiterin der Gie├čener Musikschule, in ihrer Ansprache. Glockenklar und absolut tonsicher stellten die jungen Chors├Ąnger ihr Repertoire vor, das sehr viel von der Melancholie der j├╝dischen Musik widerspiegelte und bei dem Lieder wie ÔÇ×Hevenu shalom aleichemÔÇť und ÔÇ×Jerusalem of GoldÔÇť einfach nicht fehlen durften. Chorleiterin Vita Gurevich lie├č zudem in ÔÇ×Funiculi FuniculaÔÇť ihren kraftvollen Sopran erklingen. Neben klassischen Chorwerken zeigten die G├Ąste aus Netanya ihre Bandbreite im Bereich der Musicals auf sehr hohem Niveau, vom ÔÇ×Phantom der OperÔÇť bis zur ÔÇ×West Side StoryÔÇť. Besonders bewegend war der Vortrag von Shani Ohri, die mit glasklarer Stimme das Lied ÔÇ×Nani, NaniÔÇť vortrug. 

Das Publikum applaudierte im Stehen und entlie├č den Chor erst nach der Zugabe des Volkslieds ÔÇ×Hava nagilaÔÇť von der B├╝hne. Klar und zuverl├Ąssig begleitete Marina Klunzer das Konzert am Klavier.

┬ę Gie├čener Anzeiger 2011 http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kultur/9339930.htm