Die vier G├Ąste aus Netanya beim Empfang im Rathaus mit weiteren Vereinsmitgliedern. Vorne in der Mitte Edvina Shilan (ab 2.v.l.) und Vita Gurevic mit Gastgeschenken, dahinter Tomi (l.) und Edith Breuer. Foto: Docter

Gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte

vom 21.10.2011

Partnerschaftsverein Gie├čen-Netanya feiert 15-j├Ąhriges Bestehen - "Junge Menschen m├╝ssen in Kontakt treten k├Ânnen" (Gie├čener Anzeiger)

/NETANYA (fod). Seit nunmehr 15 Jahren existiert der Stadtpartnerschaftsverein Gie├čen-Netanya. Zahlreiche gegenseitige Besuche und gemeinsame Projekte hat es seitdem gegeben. Die St├Ądtepartnerschaft Gie├čens mit Netanya, das an der israelischen Mittelmeerk├╝ste liegt und etwa 180 000 Einwohner hat, w├Ąhrt sogar bereits rund vier Jahrzehnte. Zur Feier des 15-j├Ąhrigen Vereinsbestehens, das am kommenden Samstag um 20 Uhr im Netanya-Saal des Alten Schlosses begangen wird, ist zurzeit eine vierk├Âpfige Delegation aus Israel in Gie├čen zu Besuch. Ihr geh├Âren Tomi Breuer, ehemaliger stellvertretender Leiter der Sharet-High-School in Netanya, und seine Gattin Edith sowie Vita Gurevic, Dirigentin des Nizan-Chores, und Edvina Shilan, beide von der Musikschule Netanya, an. Stadtr├Ątin Astrid Eibelsh├Ąuser und Stadtverordnetenvorsteher Egon Fritz empfingen die G├Ąste im Rathaus, wo es im Anschluss eine F├╝hrung gab. Ebenfalls anwesend waren einige Gie├čener Mitglieder des Partnerschaftsvereins wie die Vorsitzende Marion Balser.

Beide Seiten betonten die wichtige Bedeutung der St├Ądtepartnerschaft und bedankten sich f├╝r die herzliche Aufnahme bei den jeweiligen Besuchen. Eibelsh├Ąuser und Fritz ├╝bermittelten dem Verein zudem die Gl├╝ckw├╝nsche der Stadt zum 15-j├Ąhrigen Jubil├Ąum. W├Ąhrend im Gegenzug Tomi Breuer im Namen seiner Mitreisenden den Gie├čenern f├╝r die Gastfreundschaft dankte und auch f├╝r die deutsche Vermittlung bei der jetzt erfolgten Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der mehr als f├╝nf Jahre von der radikalen Pal├Ąstinenser-Organisation Hamas gefangen gehalten worden war.

ÔÇ×Wenn unsere St├Ądtepartnerschaft Zukunft haben soll, ist es wichtig, dass junge Leute aus beiden L├Ąndern in Kontakt treten k├ÂnnenÔÇť, sagte Eibelsh├Ąuser. Und freute sich von Vita Gurevic und Edvina Shilan zu h├Âren, dass Gie├čener Musiksch├╝ler in K├╝rze nach Netanya reisen werden. Au├čerdem versprach Tomi Breuer, dass er im Rahmen der von ihm mit initiierten Schulpartnerschaft zwischen der Ricarda-Huch-Schule Gie├čen und der Eldad-High-School in Netanya weiterhin RHS-Sch├╝lern von seinen damaligen Erlebnissen berichten m├Âchte. Denn dieser und seine Gattin sind Holocaust-├ťberlebende. ÔÇ×Authentische Schilderungen von Zeitzeugen sind ein ganz wichtiges ElementÔÇť, um dies alles zu vermitteln, betonte die Stadtr├Ątin. Ebenso sind vom Verein gemeinsame Projekte f├╝r Erwachsene geplant. Ika Bordasch und Hannelore Kraushaar-Hoffmann fragten schon einmal an, ob sich Netanya bei der Landesgartenschau 2014 in Gie├čen einbringen wolle, da dort ein Bereich zur Pr├Ąsentation der Partnerst├Ądte vorgesehen ist. Tomi Breuer zeigte gleich Interesse und sagte zu, die Anfrage weiterzuleiten, denn er sei selbst ein begeisterter Hobbyg├Ąrtner.

┬ę Gie├čener Anzeiger 2011 - http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten/print_11278686.htm